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Grundlagen der Krabbenhaltung und Zucht Teil 2 von Fred Rosenau

Die Krabbe auf dem Laufsteg

von

Fred Rosenau

Tierpflegemeister 

Nachdem ich im ersten Teil ja schon ein wenig auf die Dekoration eingegangen bin, überlegt man natürlich wie man weiter vorgeht.... Ich dachte erstmal eine Basis schaffen bevor man auf Details geht. Will heißen die individuellen Haltungs- und Zuchterfahrungen werden nach den Grundlagen erklärt und so kann man auch schön die Bandbreite der Krebsartigen erklären mit fachlichen Begriffen die unmissverständlich sind.

 

Da uns ja die tropischen Hölzer teilweise nicht verfügbar sind oder sogar so teuer sind, dass sich eine Benutzung nicht lohnt greifen wir auch auf lokale Hölzer zurück. Dies sind Erle auch Wurzeln, Weidenzweige/Äste frisch. Moorkienholz ist oft Erle.

 

Mopani- oder Savannenholz ist sehr schwer und hart. Die Krabben können dieses nicht anknabbern. Wenn man also diese nimmt hat man lange die Wurzeln in Gebrauch. Bei Erlen und Weide aus Mooren ist es allerdings auch spannend im Laufe der Jahre die Veränderungen zu sehen.

 

Unten Savannen- oder Mopaniholz oben drüber verschiedene andere Hölzer. Oben sind Wurzelhölzer zu sehen, die nicht aus dem Moor kommen, denn die feinen Teile des Wurzelwerkes 

würden sich zersetzen. Dies erklärt auch die häufigen Schimmelansätze etc. Oben rechts liegt oben auf eine Erlenwurzel. 


Korkrinde am besten Röhren ganz oder hälftige große Stücke, sowie Äste vollummantelt. Es ist darauf zu achten das Flechten drauf sind, da diese als hervorragende Bioindikatoren gelten (hellen Flecken auf dem Holz). 


Mangrovenholz geht natürlich und kann ach von Krabben bearbeitet werden.

 

Es versteht sich von selbst, dass es durch die Gerbsäuren zu Verfärbungen des Wassers kommen kann und oft kommt. Eine typische Gelbfärbung hin bis dunkelbraun, ist vollkommen unbedenklich und spielt daher in der Krabbenhaltung keinerlei Rolle. Ich würde sogar so weit gehen, dass die Keimdichte durch diese Stoffe deutlich geringer gehalten wird.

 

Als Wasser benutze ich immer Osmosewasser. Brack- bzw. Meerwasser wird immer separat angeboten und nicht gemischt. So kann ich bestimmte Pflanzen einbringen und habe die Kosten im Griff. Zusätzlich erspare ich mir lästige Kalkränder. Aufsoilen etc. tue ich prinzipiell nicht, da auf den Produkten oft keinerlei Angaben stehen um was es sich handelt und wie die Zusammensetzung ist. Eigentlich besteht nach gesetzlichen Vorgaben Deklarationspflicht.

 

Schönheit für die Krabben liegt nicht beim Betrachter sondern bei Ihnen den Krabben. Krabben kommen mit klaren Platzaufteilungen sehr gut zur Rande. Das bedeutet, dass sie klar Trennen zwischen Badestube und Fressplatz, ja sogar Kotplätze werden benutzt und weitere Plätze in ihrem Habitat. Zufriedene Krabben sind sehr agil zeigen ihre Farben im schönsten Kleide und vermehren sich freudig.

 

Daraus ergibt sich beim Becken Aufbau, der den Bedürfnissen der Krabben vorangig gerecht wird, zu achten. Über Bildaufbau und Wirkung ist ja einiges aus dem Kunstbereich bekannt. Dies hilft mir ungemein beim Krabbenscapping.

 

Will heißen, wie wirkt die Einrichtung möglichst stimmig für den Betrachter.

 

Wer reinschaut, schaut auch raus. Heißt wie sehen die Krabben die Umwelt aus der gebotenen Einrichtung heraus. Und fühlen sie sich so sicher, dass sie ihr Sozialverhalten ausleben können. Da bei vielen die Augen auf Stielen deutlich über den Carpax getragen werden, und die Augen einen fast 360° Radius haben, ne sehr wichtige Erkenntnis bei der Betrachtung. 

Die Skizze dient zu Einrichtungsmöglichkeiten als Schemata. Modifizieren kann man immer, aber es geht um eine Richtung, an die man sich hält wenn man sich entschieden hat. Die beiden oberen Skizzen kommen den Krabben sehr in ihrem Sicherheitsbedürfnis entgegen. Sichtachse zu Schutz 25-75%. Darunter kann man sehen wie sehr das abnehme kann. Bei fast freier Sicht von Krabbenseite her muss auf die Struktur des Beckens besonders geachtet werden. Dazu muß an sich noch den Senkrechte Sichtachse vorstellen.

 

Die Krabben reagieren auf schnelle Bewegungen mit schneller Reaktion. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung aus welcher Richtung die Bewegung kommt, ob von oben, seitlich oder unten überall gibt es mögliche Predatoren, und Krabben zählen nun mal zu den nahrhafteren Beutetieren. Zu den Predatoren zählen neben Vögel (Reiher), Reptilien (Schlangen, Leguane, Schildkröten etc), teilweise Amphibien (Frösche besonders Jungtiere), Fische (Schützenfische, Knochenzüngler, Kugelfische). Interessant ist dann die Schlussfolgerungen einiger Halter, die ein von oben hantieren als ganz schlecht ansehen und meinen Ihre Pfleglinge reagieren ruhiger, wenn sie ihnen quasi Aug in Aug begegnen. Das sagte die Schlange Kaa auch … und mochte die Krabbe Günther sehr (mit dem Bauch auf Grund gehend).

Da Krabben sehr gerne Posen, kommt dem „Turm des Überblicks“ eine zentrale Bedeutung zu. Er muss erklimmbar sein. Und eine gute Versteckmöglichkeit in nächster Umgebung bieten, dabei nicht zu groß damit man am besten allein sich darauf ausbreiten kann. Besonders beliebt scheinen Materialien zu sein die Vibrationen weiterleiten. Die Krabbe sollte die Möglichkeit haben sich auf der Plattform auszubreiten. Können sie dies nicht so richtig, so lassen sie gut sichtbar die Beine hängen (siehe Foto oben). Das sieht total tiefenentspannt aus, hat aber einen sehr einfachen Grund, der genau das Gegenteil dessen ist. Die Beinwinkel sind oft heller gefärbt oder gar wie bei Goniopsis polii rot gefärbt leicht fluoreszierend. Bei der Harlekinkrabbe sind sie rot durchscheinend. Zieht die Krabbe ruckartig die Beine an, so sehen das alle anderen Krabben und reagieren sofort mit in Deckung gehen. Denn sie positionieren sich so untereinander dass sie sich sehen können, wenn möglich und gewollt (siehe die Krabben am Boden). Wenn dies nicht möglich ist, dann kommt Plan B zum tragen, die Vibration durch aktive Bewegung.

 

Die Krabben lassen sich stehend teilweise einfach fallen und man hört ein polterndes klatschendes Geräusch, oder aber sie springen gezielt auf Gegenstände die vibrieren. Teilweise scheppert das für uns richtig hörbar und löst am Anfang immer mal einen gezielten Blick ob die „Lümmel“ nicht doch was kaputt gemacht haben. Auch dieses Signal wird sofort zum Rückzug wahrgenommen und genutzt. Dies ist auch ein ganz wesentlicher Grund warum den persönlichen Unterschlüpfen eine so entscheidende Bedeutung zu kommt, denn sie werden unverzüglich ohne individuelle Rangeleien aufgesucht.

Neosarmatium meinerti/africanum man beachte die farblichen Unterschiede in den Beinen und Gelenken hier lila/rot rote Gelenke.

Cardisoma armatum im Vergleich hat die Beine hier schön rot. 

Gonipsis polii die Beine schwarzumrandet auf rotem Untergrund schwarze Streifen die Gelenk richtig organge/rot leuchtend. Häufig gemachte Fehler: Ok denkt man sich alles kein Problem bastel ich mal schnell 10cm Unterschlüpfe und Ruh ist. Nun ganz so einfach ist es nicht. Es gibt Arten die legen richtige Gänge an mit Ausbuchtungen am Ende. Für Geoseserama-Arten mit einem Carpaxdurchmesser von bis zu 5cm vollkommen ausreichend, ist bei großen Arten schon ein bisschen Bastelei erforderlich . Bei den Jungen reichen sogar Filmdosen aus. Schräg positioniert damit sich dort Wasser ansammelt.

Die linke Filmdose wird nicht so gerne genommen, dagegen sind die blickdichten beliebt. Große Arten brauchen mehr um sich richtig wohl zu fühlen. Im natürlichen Habitat sind diese Röhren max. 1,50m lang. Reichen tuen aber so 20-40cm plus die Höhle. Wobei auch hier gilt die Struktur der Höhle ist der entscheidende Faktor. Denn die Krabben bauen in der Natur nur was sie müssen um die für sie notwendigen Bedingungen zu erzeugen.

Zu Bild folgende Rohre wurden hier zu Veranschaulichung verwendet von oben nach unten:

2 x Durchmesser 125mm x 45°

1 x Durchmesser 125mm x 100cm lang, da kann bequem gekürzt werden.

1x Erweiterung von 125mm x 160mm

1x Abzweigrohr dickere Hauptrohr 160mm Abzweigung 125mm

1x Deckelabschluss 125mm

1x Deckelabschluss 160mm

Das ganze geht natürlich auch kleiner.

 

Nun ist es auch so, dass die Röhren nicht gerade verlaufen, sondern in leichten Bögen. So wird ein definitiver Sichtschutz gewährt. In der Natur werden die Wohnhöhlen in Substraten gebaut, die durch die Verfestigung des Substrates recht stabil werden. Und da reicht das Eigengewicht der Tiere aus teilweise Betonartige Strukturen zu bilden.

 

Da bisher sehr gerne Kokosfaserhum genommen wird eher kontraproduktiv. Denn dieser wird auch als Ansatzerdeersatz genommen. Da er wie diese sehr fluffig ist und somit sehr durchlässig. Dazu wird, weil man das erkannt hat Kies-, bzw. Sandbeimengungen, empfohlen. Die Stabilität ist jetzt schon höher, führt aber wiederum zu relativ instabilen Höhlen. Das die Krabben dann natürlich wieder neue Anlegen, wird mit einer typischen notwendigen Grabetätigkeit der Art xy interpretiert. Schaut man sich dagegen mit dem Augenmerk genau darauf Filme dazu an, merkt man schnell eigentlich wird in der Natur eine Höhle gegraben und dann nur noch gepflegt oder ausgebaut. Dauaernde Neugrabung ist eigentlich nur in extremen Besiedlungsflächen gegeben.

 

In der Wohnhöhle wird bei etlichen Krabben diese so tief angelegt, dass sich Wasser ansammelt. Dadurch, dass das Wasser wie durch ein Sieb in die Wohnhöhle gelangt, befindet sich dort klares Wasser. Erreicht wird das mit Schluffen wie Lehm und Ton welche sind. Nur richtig Blöde ist das durch den Sauerstoffabschluss die Schwefelverbindungen sich zu geruchlichen Bonbons irgendwann entwickeln.

 

Nun ist ja nicht so das man in der Zootierpflege mit diesen Problemen nicht auch zu tun hätte und Lösungen gefunden hat, die dazu führten das die Tiere sich vermehren und dem Publikum zeigen zu können. Auch die Pflegeaufwendungen halten sich in einem vertretbaren Rahmen, ohne bei den Tiere zu Beeinträchtigungen zu führen. Erdferkel sind so ein Beispiel oder andere in der Erde lebenden Nager. Man arbeitet mit solchen Kunstgängen und das geht wunderbar.

 

Damit die Rohre mehr Struktur haben und von den Krabben sofort benutzt werden werden die angerauht. Mit einer Stahlbürstenvorrichtung einer Bohrmaschine geht das schnell. Und zwar innen und außen. Außen hat so auch den Vorteil, das mann diese Rohre besser verstecken kann mit Silikon beschmiert und mit Kies versehen, verschmelzen diese geradezu. Auch weißer Fasertorf wirkt. Das ganze wirkt natürlich ist sauber und wird sofort angenommen von den Pfleglingen. Will man den Schlamm imitieren so kann man Ton, in verschiedenen Farben, vom Töpfereibedarf beziehen. Den kann man auch nehmen wenn man „schlammcatchende Krabben“ mag.

 

Bei den Wohnhöhlen am Ende macht man dann einfach kleine Bohrungen rein 3-4mm, damit dort Wasser drinne stehen kann. Teilweise brauchen sie soviel Wasser in ihrer Wohnhöhle, dass sie sich darin häuten können. Denn in der Natur sind sie bei freier Fläche dann am gefährdesten, wenn der Panzer noch sehr weich ist. Also ist es vom Vorteil in der Wohnhöhle zu bleiben und wenn der Panzer hart ist wieder sich blicken zu lassen. Daher kann es auch sein, dass die Notlösung Badegelegenheit genutzt werden muss für die Häutung. Mit denn bekannten Stresskomplikationen. Die Bademöglichkeit sollte besonders abgeschirmt sein. Die Krabben reagieren hier wirklich empfindlich.

 

Wohl bemerkt des gilt für die Großen Krabben, die nicht auf Bäume krabbeln. Bei denen sind die Höhlen entweder Spalten der Äste oder aber verlassene Nester im Baumholz von Vögeln. Hier werden dann in faulendem Hauptholz auch Gänge angelegt. Auch hier bietet sich das Abflussrohr als Mittel der Wahl geradezu an, da es mit Korkumschlossen werden kann. Wird auch im Reptilienbereich sehr gerne angewandt. Bei sehr kleinen Krabben haben sich die Filmdosen bewährt.

 

Da Krabben eigentlich sehr neugierig sind, zeigen sie sich recht gerne. Was sie gar nicht mögen ist sehr intensives Licht, wie durch die neuen LED-Taschenlampen oft gebündelt auf engstem Raum entsteht. Man merkt wie sie regelrecht wegspringen, ja geblendet sind. Bei alten Taschenlampen und LED-die dezentral ausgerichtet sind, merkt man deutlich, wie die Krabben sich zwar ducken, aber nicht fluchtartig wegbewegen. Auch werden die Standorte der Becken oft nicht vibrationsfrei aufgestellt, so dass die Kommunikation gestört wird durch Dauerstress.

 

Legt man also Wohnröhren an kann man diese wunderbar mit Silikon verbinden. Und erhält so Stabilität uns Sicherheit. Auch hat man so eine Dämmung für den „Trittschall“. Den Krabben stört dann nicht das enge Nebeneinander liegen der Wohnröhren.

 

Wieviel Höhlen braucht man für die Tiere?

 

Bewährt hat sich eine Anzahl von mind. 1,5fache der zu Pflegenden Tiere. Also bei 4 Tiere mind. 6 Höhlen. Mehr ist natürlich noch besser.

 

Bei Neubesatz gibt es Anfang durchaus heftige Rangeleien um die „beste Wohnung“ dies legt sich aber eigentlich recht schnell, denn in der Natur geht sowas oft tötlich aus, wenn der Versteckplatz nicht sicher ist. Danach ziehen sich die Krabben in ihre Höhle zurück, bei Gefahr oder Störung. Diese werden individuell erkannt.

 

Über den Wohnungen kann man z.Bsp. Kork legen. Lustig ist, dass die Krabben darauf regelrecht umherrennen. Der höchste Punkt sollte da irgendwo angelehnt sein oder in Beinreichweite sein. Und daher der kommt der schöne Titel. Wie auf einem Laufsteg zeigen die Krabben sich gegenseitig ihre Fitness mit Posen, Drohen und dem typischen desinteressierten puseln in Ritzen mit Aufnahme imaginärer Futterfutzelchen.

 

Dabei ist die Wächterkrabbe immer auf dem Turm, ab und an wechseln sie die Position. Die Wächterkrabbe hat dabei eine typische Haltung halbaufgerichtet und zeigt sich mit dem Rücken in die Richtung der häufigsten Störung. Jetzt wird auch ersichtlich warum man durchaus ein paar Gedanken sinnvoll an die Sichtweise und Verhaltensweise der Krabbe verschwenden sollte und diese auch umsetzt. Die oft imposanen Scheren sind oft auffällig gefärbt, das wäre kontraproduktiv des Schutzes. Seitlich wegbewegen irritiert möglich Predatoren zusätzlich.

 

Welche Beckengröße ist für die Krabben notwendig ? Nimmt man die Harlekinkrabbe kann man auf 80cm Aquarien für 2,2 Tiere gehen. Allerdings wird das Becken dann schon richtig voll mit dem Interieur. Und Abdeckung ist ja sowie so Pflicht. Am besten so das sie nicht angehoben werden kann. Oder beiseite geschoben werden kann. Aus dem Terrarienbereich kennt man dazu ja entsprechende Schienen

 

Foto Schienen.

 

Dazu werden einfach Stifte in kleinen Löchern wo die Scheiben enden getan. Die Krabben merken sehr schnell das beim Handling es nur darum geht Futter zu geben oder anderes. Die Gabe in kleinen Schalen hat bei geringer Anzahl der Tiere (bis 6 Stück) den Vorteil, dass man sehr genau kontrollieren kann, was gefressen wird und was nicht.

 

Foto von den Utensilien.

 

Die Zugabe von Laub hat sich bei allen Krabben als sehr vörderlich erwiesen.Wenn es Trocken ist verstecken sich die Krabben auch darin gerne. Wenn es Nass ist wird es auch als Schutz wahrgenommen und quasi wie ein Handtuch zum abrubbeln des Panzers genutzt.

 

Wieviel Tiere sollten zusammen gepflegt werden von einer Art?

 

Es scheint sinnvoll sich eine Gruppe wenn möglich zuzulegen, denn Krabben sind soziale Tiere. Aber dazu im Teil Sozialverhalten mehr.

 

Im nächsten Teil geht es darum die Krabbe ins rechte Licht zu setzen.

 

Ich hoffe so wieder ein bisschen mehr Einblick in die Krabbenhaltung und Zucht gegeben zu haben. Anregungen, Kritik und Ergänzungen bitte gerne, deshalb auch die Teile so klar getrennt, damit man sich orientieren kann.

 

PS: Für die Bastelfreunde unter uns noch ein paar Hnweise was man nehmen kann, da die Diskussionen hier ja auch geführt werden.

 

Bei den Fotos und Text liegen alle Rechte komplett bei Fred Rosenau 

Teichfolie geht, muss aber die Extra dicke sein (0,5mm), damit diese nicht durchtrennt wird. Dies kann mit Scheren geschehen, aber auch mit dem Rostrum wie bei Macrobrachium rosenbergii. Zum Dekorationsunterbau eignet sich auch das obige Kokosfasergitter. DA es im Teichbau verwendet wird ist es nicht mit Borat behandelt. Bitte darauf achten nur die nehmen die bei den Teichsachen sind ! 

Pflanzkörbe aus dem Teichbereich eigen sich hervorragend, da sie aus HDPE gemacht sind. Die anderen Utensilien waren einfach da, sind also nicht geeignet. 

Bauschaum geht zur Dekoration hervorragend. Am besten 2K, der feiner ist und härter wird. Verarbeitungszeit nach Startknopf drücken ca. 10 min. Bitte beachten Schwerkraft wirkt, ich weiß Physik im Alltag begeistert den Fachmann, erstaunt den Laien. Wenn man bei kleinen Becken die Rückwand machen will entwede Styropur als Halterungen mit Silikon auf die Glasscheibe kleben oder Becken entsprechend waagerecht legen. 

Styropur: Auch super geeignet, da man wunderbar feste Strukturen erzielen kann.

 

Falls man aus waaserverleimte OSB-Platten Becken bauen möchte, müssen diese mit DD-Lack aus dem Bootsbau oder Epoxidharz gestrichen werden die Quillen auf. Glasscheiben in der Größe haben ein großes Gewicht und sind im Handling nicht ohne. 

 

Wasserfeste Leime sind nach vier Klassen deklariert und für Staunässe nicht geeignet. Holzleime werden in unterschiedliche Beanspruchungsgruppen eingeteilt, alte Bezeichnung DIN 68602 (B1, B2, B3 und B4), neue Bezeichnung DIN/EN204 (D1, D2, D3 und D4). Die Beanspruchungsgruppen ordnen die Leime nach ihren Mindest-Scherfestigkeitswerten und ihrem Verhalten unter Feuchtigkeits- und Wassereinwirkung:

 

•B1 oder D1: Geeignet für den Innenbereich, wobei die Holzfeuchte unter 15 % bleiben muss. 

•B2 oder D2: Geeignet für den Innenbereich mit gelegentlicher kurzzeitiger Wasser- bzw. 

Kondenswassereinwirkung, wobei die Holzfeuchte maximal 18 % erreichen darf.

•B3 oder D3: Geeignet für den Innenbereich mit häufig kurzzeitiger Wassereinwirkung oder höherer Luftfeuchte. Geeignet für den Außenbereich ohne Aussetzung einer direkten Bewitterung. 

•B4 oder D4: Geeignet für den Innenbereich mit häufig und lang anhaltender Einwirkung von abfließendem Wasser bzw. Kondenswasser. Im Außenbereich und der Witterung ausgesetzt mit angemessenem Oberflächenschutz. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Holzleim

 

Silikon: 

Silirub AQ Aquarium Silikon

Produktinfo:

SILIRUB AQ ist ein Aquarium Silikon zum elastischen Verkleben von Vollglasaquarien, Terrarien, Vitrinen und anderen Glaskonstruktionen bei denen eine sichere Verklebung gefordert ist. Silirub AQ Aquarium Silikon enthält keine für Fische oder andere Organismen giftige Substanzen. Silirub AQ Aquarium Silikon ist Seewasserbeständig und algenresistent. 

•Sehr gut verarbeitbar

•Sehr gut farbecht, witterungs- und UV-beständig

•Sehr gute Haftung auf Glas und Aluminium

•Nach Aushärtung dauerelastisch

•Nach vollständiger Aushärtung und Abschluss des chemischen Reaktionsprozesses enthält SILIRUB AQ keine für Fische oder andere Organismen toxische Substanzen (z.B. Fungizide). •Seewasserbeständig und algenresistent

•Beständig gegen eine Vielzahl von Chemikalien und Reinigungsmitteln

 

Anwendungsgebiete:

•Elastische Verklebung von Vollglasaquarien, Terrarien, Vitrinen und Glaskonstruktionen

•Kleben und Dichten von Glasbausteinen in denen nachher empfindliche Lebewesen kommen wie Terrarien oder Aqaurien

 

Normen und Zulassungen:

•Entspricht Klebstoff nach DIN 32622 Pkt. 4.3.2.1 

 

Verarbeitung:

Verarbeitungstemperatur: +5ºC bis +35ºC.

Anbringungsmethode: Mit Handpresspistole, Druckluftpistole oder Akkupistole ausspritzen. Reinigung: Mit SURFACE CLEANER, SWIPEX vor Aushärtung, danach mit Silikonentferner bzw. mechanisch entfernbar.

Glätten: Mit Glättmittel und Abziehspachtel vor Hautbildung.

Reparaturmöglichkeit: mit SILIRUB AQ

 

Bei der Fertigung von Aquarien ist die DIN 32622 zu beachten. Bei der Aushärtung von SILIRUB AQ werden geringe Mengen Essigsäure freigesetzt. Vor der ersten Befüllung des Aquarium bzw. Terrarium muss SILIRUB AQ vollständig ausgehärtet sein. Dies ist abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schichtstärke. Je nach Bedingungen kann die Aushärtung mehrere Tage dauern. Zur schnelleren Durchhärtung empfehlen wir ein Gefäß mit Wasser in das Becken zu stellen. Eine Reinigung der Becken mit klarem Wasser entfernt auch die letzten Reste der Vulkanisations-Spaltprodukte (Essigsäure). Vor der vollständigen Aushärtung von SILIRUB AQ ist die Klebenaht vor Erschütterungen zu schützen, da es sonst zu Rissen/Blasen im Klebstoff bzw. zu Ablösungen vom Glas kommen kann. 

 

Lagerung:

12 Monate ab Produktionsdatum in ungeöffneter Verpackung bei kühler (+5ºC und +25ºC) und trockener Lagerung. Anbruchgebinde gut verschließen und kurzfristig verbrauchen. 

Lieferform:

310 ml PE-Kartusche 400 ml Schlauchbeutel 

Farbe:

schwarz, transparent 

 

Zu beachten bei aller Arbeiterei sind die Schutzvorkehrungen und Warnhinweise der Hersteller. Arbeitssicherheit ist nicht aus der luftgegriffen. Bitte die „sogenannten Waschzettel“ lesen und befolgen. Safe your Life. 

Bei den Fotos und Text liegen alle Rechte komplett bei Fred Rosenau 

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Kommentare: 1
  • #1

    Fred Rosenau (Donnerstag, 14 September 2017 13:23)

    Danke das ich die Möglichkeit habe Euch die Serie hier vorzustellen! Danke Sascha für die Aufarbeitung.